Weihnachtsgeschichte – Die Weihnachtserdbeere

Weihnachtsgeschichte – Die Weihnachtserdbeere

Hallo ihr Lieben,

es ist soweit, heute ist Heilgabend. Die Adventszeit ist dieses Jahr irgendwie komplett an mir vorbei gerauscht. Von ruhig und besinnlich war irgendwie nicht die Rede. Warum? Ja, das weiß ich selbst nicht so richtig. Zudem war die Zeit geprägt von hartnäckigen grippalen Infekten der ganzen Familie. Aber wenn ihr Kinder habt kennt ihr das Problem sicherlich: wenn es einer hat, geht es einmal durch die ganze Familie (und wenn man ganz viel Pech hat, fängt es dann wieder von vorne an).

Weihnachtsbräuche

Vielleicht kennt ihr ja den amerikanischen Brauch mit der Essiggurke am Christbaum? Derjenige, der die Gurke am Baum findet, bekommt ein Extrageschenk.

In Dänemark wird eine Schüssel Reisbrei auf den Dachboden gestellt, um die Hauswichtel für das kommende Jahr gütlich zu stimmen. (Das empfiehlt sich auch hierzulande, wenn man eine Wichteltür im Hause hat…)

In Tschechien wird am Heiligen Abend Blei gekocht und dann in kaltes Wasser geschüttet. Ähnlich wie bei uns an Silvester wird dann aus den kalten Bleiklumpen alles mögliche rausgelesen.

ich glaub noch ans christkind

Es gibt bestimmt noch den ein oder anderen schönen Weihnachtsbrauch, aber es würde den Rahmen sprengen, hier alle zu nennen. Und außerdem geht es ja eigentlich auch um die Weihnachtserdbeere. Denn Gurken an den Baum hängen kann ja jeder. Aber Erdbeeren?

Hier kommt also die Geschichte. Ihr könnt sie euch übrigens im Anschluss auch wieder downloaden.

Wichtel mit Erdbeere

Die Weihnachtserdbeere

„Es war Heiliger Abend und der Weihnachts-Wichtel Tomte hatte seine Arbeit getan und war nun auf dem Weg zu seinen Verwandten, um Weihnachten mit ihnen zu feiern. Sein Weg führte ihn durch den Wald und es war schon sehr dunkel. Ihr müsst wissen, Weihnachts-Wichtel müssen an diesem Tag sehr lange arbeiten, denn es gibt ja viele Kinder, die auf ihre Geschenke warten. Und in jedem Haus verweilt Tomte gut versteckt noch ein kleines Bisschen, um sich an den strahlenden Kinderaugen beim Anblick der Geschenke zu freuen. Beim letzten Haus hätten ihn beinahe zwei kleine neugierige Mädchen entdeckt. Das war ganz schön knapp gewesen.

Aber zum Glück war alles gut gegangen und er war jetzt auf dem Weg zu den anderen Weihnachtswichteln. Wenn es nur noch so dunkel wäre hier im Wald… Mit seiner Wichtellaterne leuchtet sich Tomte den Weg. Vorsichtig lief er durch den Wald, kletterte über Äste und Steine und sprang über Pfützen. Und dabei passierte es: PLATSCH.

Seine Wichtellaterne fiel  in eine besonders tiefe Pfütze und sofort war es stockdunkel. Oh nein. Wie sollte er denn nun zu den anderen Wichteln kommen, ohne sich zu verlaufen? Ängstlich schaute sich Tomte um. Doch Moment mal, dahinten leuchtet doch etwas. Vorsichtig lief Tomte auf das Leuchten zu. Als er näher kam erkannte er, dass es kein normales Licht war, sondern ein kräftiges rotes Strahlen, das unter einem Blatt hervorkam. Verwundert kratzte sich Tomte unter seiner Wichtelmütze. Konnte das wirklich sein? Zu dieser Jahreszeit?

Ganz ganz vorsichtig schon der Wichtel einige Blätter beiseite und konnte sein Glück kaum fassen. Dank der milden Temperaturen hing hier noch eine einzelne Walderdbeere und leuchtete was das Zeug hielt. Tomte überlegte. Sollte er sie wirklich pflücken? Als er so dastand und die kleine Erdbeere betrachtete, glaubte er sie würde auf einmal noch heller leuchten. Fast so, als wollte sie ihm etwas sagen. Der Wichtel bückte sich, strich kurz über die rote Frucht und pflückte sie dann mit einem ordentlichen Stück Stiel ab, so dass er sie gut tragen konnte. Die Erdbeere leuchtete hell, viel heller als seine Wichtellaterne und so leuchtete sie ihm sicher den Weg aus dem Wald heraus und zu den anderen Wichteln.

Dort angekommen bedankte sich Tomte bei der Weihnachtserdbeere. Zum Dank pflanzte er sie wieder ein und ihr Strahlen erhellte die Weihnachtsnacht. Und so kommt es, dass man an einigen Christbäumen auch eine leuchtend rote Erdbeere finden kann.“

Weihnachtserdbeere
Weihnachtserdbeere

Ja, das war sie, die Geschichte der Weihnachtserdbeere. Bei uns hängt auf jeden Fall eine Erdbeere am Baum. Das Rezept für die Erdbeerkekse habe ich euch ja am Donnerstag schon im E-Book verraten.

Vielleicht könnt ihr ja gut malen und habt Lust, die kleine Geschichte mit ein paar hübschen Bildern zu illustrieren? Dann meldet euch doch einfach bei mir. Ich würde mich riesig freuen.

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage.

Bis bald,
eure Kathrina

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