Du liebst Knabbergebäck und bist immer wieder auf der Suche nach neuen und nicht ganz so bekannten Rezepten? Perfekt, denn ich habe heute das passende Rezept für dich. Probier doch mal Taralli aus, ein italienisches Knabbergebäck.
Laue Sommerabende, ein Cocktail und gute Gesellschaft. Was fehlt da noch in meiner Aufzählung? Richtig. Leckere Knabbereien, wie zum Beispiel Taralli. Das italienisch Knabbergebäck ist knusprig, würzig und einfach lecker. Es passt aber nicht nur zu einem Gläschen Wein, sondern genauso zu einem Antipasti Buffet oder zum Picknick. Bei uns darf definitiv eine Dose mit Taralli als Reiseproviant mit in den Urlaub fahren.

Taralli Rezept – herzhaftes Knabbergebäck aus Italien
Zutaten
- 250 g Dinkelmehl Type 630
- 50 g Weißwein
- 50 g Wasser
- 60 g Olivenöl
- 6 g Salz
- Fenchelsamen optional
- Kräuter optional
- Sesam optional
Kochutensilien
- Küchenmaschine mit Knethaken
- 1 Blech mit Backpapier
- Waage
- großer Topf
- Schaumlöffel
- 2 Geschirrtücher
Zubereitung
- Mehl mit Wein, Wasser, Öl und Salz zu einem glatten Teig kneten und abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen lassen. Optional Fenchelsamen im Mörser zerkleinern oder gewaschene, fein gehackte Kräuter unterkneten.
- Teig portionsweise zu dünnen Rollen formen (ca. 10 g pro Stück).
- Rollen zu kleinen Kringeln formen und die Enden gut verschließen.
- Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Hitze reduzieren, zwei Geschirrtücher bereitlegen.
- Taralli portionsweise ins heiße Wasser geben, bis sie an die Oberfläche steigen, mit Schaumlöffel herausholen und auf den Geschirrtüchern verteilen.
- Blech mit Backpapier belegen, abgetropfte Teigkringel darauf verteilen und mit Backpapier abgedeckt ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur trocknen lassen.
- Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Taralli 35–40 Minuten goldbraun backen. Vollständig abkühlen lassen und luftdicht verpackt aufbewahren.
Notizen
Schritt für Schritt Anleitung Taralli Rezept
Nach dem Kurzrezept für Profis kommt nun die ausführliche Schritt für Schritt Anleitung. Dank dieser Anleitung kann bei der Zubereitung der Taralli gar nichts mehr schief gehen, auch wenn du keine große Erfahrung in der Küche hast.

Wie immer beginnst du damit, die nötigen Zutaten bereit zu stellen. Außerdem stellst du dir die benötigten Utensilien auch gleich dazu. Für dieses Rezept brauchst du eine Küchenmaschine mit Knethaken, ein Blech mit Backpapier, eine Waage, einen großen Topf, einen Schaumlöffel und zwei Geschirrtücher.

Verknete Mehl mit Wein, Wasser, Öl und Salz zu einem glatten Teig und lass diesen abgedeckt ca. 30 Minuten ruhen. Optional kannst du Fenchelsamen oder Kräuter unter den Teig kneten. Die Fenchelsamen zerkleinerst du vor der Verwendung im Mörser zerkleinern, die Kräuter werden vorher gewaschen und fein gehackt. Die Taralli schmecken aber auch “natur”.
Forme den Teig nach der Gehzeit portionsweise zu dünnen Rollen. Die Rollen sollten ca. 10 g schwer sein. Entweder wiegst du die Portionen einzeln ab oder du machst es nach Gefühl.

Forme anschließend die Rollen zu kleinen Kringeln und verschließe die Enden gut.
Bringe nun einen großen Topf mit Wasser zum Kochen, reduziere dann die Hitze und lege noch zwei Geschirrtücher bereit.

Nun werden die Taralli portionsweise in das heiße Wasser gelegt und so lange gekocht, bis sie an die Oberfläche steigen. Gegebenenfalls musst du mal umrühren. Hol das Gebäck mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser und verteile es auf den Geschirrtüchern.

Belege nun noch ein Blech mit Backpapier oder Dauerbackfolie und verteile die auf den Geschirrtüchern abgetropften Teigkringel darauf. Lass sie mit Backpapier abgedeckt ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur trocknen.
Heize den Backofen rechtzeitig auf 200°C Ober-/Unterhitze vor. Backe dann die Taralli für 35–40 Minuten goldbraun. Lass sie danach vollständig abkühlen lassen und bewahre sie luftdicht verpackt auf.
Was sind Taralli?
Hast du schon einmal etwas von Taralli gehört oder sie vielleicht im letzten Italienurlaub kennen- und lieben gelernt? Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, denn ich verrate dir jetzt, was Taralli sind. Die kleinen Kringel sind ein traditionelles italienisches Knabbergebäck. Es ist vor allem in Süditalien, besonders in der Region Apulien, sehr beliebt.
Die kleinen Kringel werden aus einem einfachen Teig aus Mehl, Olivenöl, Wasser und häufig Weißwein hergestellt. Das Besondere an ihnen ist ihre Zubereitung: Zuerst werden die geformten Teigkringel kurz in heißem Wasser gekocht und anschließend im Ofen goldbraun gebacken. Durch diesen Schritt entsteht die typische Konsistenz.

Optisch hat das Gebäck Ähnlichkeit mit kleinen Brezeln oder Bagels. Geschmacklich und von der Textur sind sie aber weit davon entfernt. Taralli sind außen knusprig – durch ihre Zubereitung – und innen eher fest. Außerdem sind sie herrlich aromatisch.
In Italien werden sie häufig als Snack zum Aperitif, zu Wein oder als Bestandteil einer Antipasti-Platte serviert.
Welche Varianten gibt es?
Taralli lassen sich wunderbar abwandeln und in immer anderen Geschmacksrichtungen neu erfinden. Besonders bekannt ist die klassische Variante mit Fenchelsamen, die ein leicht süßlich-würziges Aroma besitzt. Ebenso beliebt sind Taralli mit Rosmarin, Oregano oder Thymian, die hervorragend zu mediterranen Gerichten passen. Wer es etwas herzhafter mag, kann fein geriebenen Parmesan oder Pecorino unter den Teig mischen.
Mit Sesam und Mohn lässt sich das knusprige Gebäck auch wunderbar toppen. Hierfür die noch feuchten Taralli direkt nach dem Kochen in Mohn oder Sesam wälzen.

Wer es pikanter mag, kann den Teig auch mit Chili, schwarzem Pfeffer oder Paprika verfeinern. Für eine tolle Farbe sorgen Safran oder Kurkuma. Sogar gehackte Oliven oder fein geschnittene getrocknete Tomaten lassen sich in den Teig einarbeiten und sorgen für ein besonders aromatisches Ergebnis.
Der Grundteig bleibt dabei immer gleich, sodass du mit wenigen Zutaten ganz unterschiedliche Versionen backen kannst. So wird aus einem einfachen Rezept im Handumdrehen ein vielseitiger und individueller Snack für jede Gelegenheit.

Du suchst noch weitere leckere Snackrezepte? Kein Problem, da ich Snack und Fingerfood sehr liebe, habe ich hier auf dem Blog eine schöne Auswahl für dich. Wie wäre es beispielsweise mit Mini-Flammkuchen-Muffins, knusprigen Schwiegermutterzungen, schnellen Knusperstangen oder Zucchinirosen?
Aber jetzt wünsche ich dir erst einmal viel Freude beim Ausprobieren der Taralli oder einer meiner anderen Leckereien und nicht vergessen: Selbstgemacht ist mehr als lecker!
Bis bald,
deine Kathrina
Wenn du meine Rezepte nachmachst, freue ich mich, wenn du mich in den Social Media markierst und den #kuechentraumundpurzelbaum nutzt. Teile gerne deine eigenen Variationen in den Kommentaren.
