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Blaubeerschnitten – Wienerstänger

Heute gibt es ein bisschen Schwedenfeeling für die Kaffeetafel: Diese Blaubeerschnitten sorgen mit zartem Mürbeteig und fruchtiger Heidelbeermarmelade für Urlaubsfeeling und Schwedensehnsucht auf dem Teller.

[Bloggerverlinkung|Werbung] Wenn zarter Mürbeteig trifft auf fruchtige Heidelbeermarmelade und Zuckerguss, anschließend noch warm in kleine schräge Streifen geschnitten. Das Ergebnis: mürbe, buttrige Kekse mit einer fruchtigen Mitte und genau der richtigen Portion Süße.

Und keine Sorge: Für dieses Rezept brauchst du keine Ausstechformen und musst auch keinen komplizierten Teig verarbeiten. Die Wienerstänger werden ganz einfach zu langen Teigsträngen geformt und direkt auf dem Blech gebacken. Dadurch sind sie nicht nur unkompliziert, sondern auch ideal, wenn du relativ schnell eine größere Menge Kleingebäck auf den Tisch bringen möchtest.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger

Blaubeerschnitten – Wienerstänger Rezept

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Zubereitungszeit 20 Minuten
Backzeit15 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten
Diese Blaubeerschnitten sorgen mit zartem Mürbeteig und fruchtiger Heidelbeermarmelade für Urlaubsfeeling und Schwedensehnsucht auf dem Teller.
Portionen 40 Stück
Küche Schwedisch

Zutaten

Teig
  • 250 g weiche Butter
  • 135 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 390 g 390 g Dinkelmehl Type 630
  • 2 g Hirschhornsalz
Füllung
  • 65 g Heidelbeermarmelade oder eine andere Marmelade
Glasur
  • 70 g Puderzucker
  • etwas Wasser

Kochutensilien

  • Waage
  • Küchenmaschine mit Rührstäben und Knethaken oder einen entsprechenden Handmixer
  • Teigkarte
  • 2 Löffel
  • Messer
  • kleine Schüssel
  • 2 Bleche mit Backpapier

Zubereitung

  1. Ofen auf 200°C Umluft vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
  2. Butter mit Zucker und Salz schaumig rühren.
  3. Eier nacheinander hinzugeben und unterrühren.
  4. Mehl mit Hirschhornsalz vermischen und unterkneten.
  5. Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in vier gleich große Stücke teilen. Jedes Teigstück zu einer Kugel formen und diese zu einem etwa 40 cm langen Strang rollen. Auf die Backbleche legen.
  6. Der Länge nach in jeden Strang eine Vertiefung in die Mitte drücken und die Vertiefungen mit Marmelade füllen.
  7. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C Umluft ca. 12-15 Minuten backen, bis das Gebäck eine leicht goldene Farbe angenommen hat. In der Zwischenzeit Puderzucker mit etwas Wasser zu einem recht festen Guss verrühren.
  8. Die Blaubeerschnitten aus dem Ofen nehmen und direkt den Zuckerguss auf der Konfitüre verteilen. Noch warm leicht schräg in Streifen schneiden.
Hast du dieses Rezept ausprobiert? Dann lass gerne einen Kommentar da!

Schritt für Schritt Anleitung Blaubeerschnitten – Wienerstänger Rezept

Nach dem Kurzrezept für Profis kommt nun die ausführliche Schritt für Schritt Anleitung. Dank dieser Anleitung kann bei der Zubereitung der Blaubeerschnitten gar nichts mehr schief gehen, auch wenn du keine große Erfahrung in der Küche hast. 

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zutaten

Wie immer beginnst du damit, die nötigen Zutaten bereit zu stellen. Außerdem stellst du dir die benötigten Utensilien auch gleich dazu. Für dieses Rezept brauchst du eine Waage,eine Küchenmaschine mit Rührstäben und Knethaken oder einen entsprechenden Handmixer, eine Teigkarte, zwei Löffel, ein Messer, eine kleine Schüssel und zwei Bleche mit Backpapier.

Heize gleich zu Beginn deinen Backofen auf 200°C Umluft vor und belege zwei Bleche mit Backpapier.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Rühre nun die weiche Butter mit Zucker und Salz mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät schaumig.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Gib die Eier einzeln nacheinander hinzu und rühren sie gründlich unter.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Vermische das Mehl mit dem Hirschhornsalz und knete es rasch unter. Entweder mit der Küchenmaschine mit Knethaken, dem Handrührgerät und Knethaken oder mit der Hand. Ich würde dir empfehlen, es mit der Hand zu machen, so hast du die Teigkonsistenz gut im Blick. Der Teig ist recht zart.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Teile den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in vier gleich große Stücke.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Forme anschließend jedes Teigstück zu einer Kugel.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Rolle jede Kugel zu einem etwa 40 cm langen Strang, lege jeweils zwei Stränge auf ein Blech und drücke sie etwas flach. Wie du unschwer erkennen kannst, habe ich nur ein Blech verwendet. Das führt dazu, dass die Blaubeerschnitten dann zusammenbacken. Daher empfehle ich dir auf jeden Fall, zwei Bleche zu verwenden.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Drücke nun in jeden Strang mittig der Länge nach eine Vertiefung. Das funktioniert gut mit dem kleinen Finger oder du verwendest den Stiel eines Kochlöffels. 

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Fülle die Vertiefungen mit der Blaubeermarmelade. Ich habe hierfür einen kleinen Löffel verwendet, wenn du es genauer machen möchtest, dann geht das auch mit einem Spritzbeutel.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Backe die Wienerstänger im vorgeheizten Backofen bei 200°C Umluft ca. 12-15 Minuten, bis das Gebäck eine leicht goldene Farbe angenommen hat.Verrühren in der Zwischenzeit den Puderzucker mit etwas Wasser zu einem recht festen Guss.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Nimm die Blaubeerschnitten aus dem Ofen und verteile direkt direkt den Zuckerguss auf der heißen Konfitüre.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger - Zubereitung

Schneide die Kekse noch warm leicht schräg in Streifen.

Das Rezept für die Wienerstänger stammt ebenfalls wieder aus dem Backbuch “Mein schwedisches Sommercafé” von Fredrik Nylén, das ich ja – wie ich bereits beim Rezept zum schwedischen Apfelkuchen vom Blech erwähnt hatte, in doppelter Ausführung, einmal in schwedisch und einmal in deutsch, besitze. In der deutschen Übersetzung wird das Gebäck übrigens als Blaubeerschnitten bezeichnet, während die wörtliche Übersetzung ja eigentlich Wienerstangen lauten müsste.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger

Doch woher kommt eigentlich der Name? Der Teil “stänger”, also Stangen, kommt wohl daher, dass der Teig zu Rollen geformt und nach dem Backen in Stücke – Stangen – geschnitten wird. Der Teil “wiener” bezeichnet in Skandinavien meist Gebäck aus Plunder- oder Mürbteig. 

Die Wienerstangen wurden 1945 bei einem Plätzchenwettbewerb offiziell ausgezeichnet und gehören heute zu den schwedischen Gebäckklassikern. Der Name wurde vermutlich gewählt, um dem feinen Keksgebäck einen edlen Touch zu verleihen, da Wien historisch ja für seine herausragende Kaffeehaus- und Backkultur berühmt war. 

Eine andere Theorie besagt, dass die Form der Stangen optisch von den Wiener Eisenbahnschienen inspiriert gewesen sein könnte. Mich haben sie tatsächlich auf den Blick an die Eisenbahner-Plätzchen erinnert.

Egal, woher der Name stammt, ich finde dieses Gebäck passt hervorragend zum aktuellen Blogevent der lieben Zorra vom Kochtopf zusammen mit Regina von Bistroglobal. Regina sucht Rezepte mit Urlaubsschätzen und Schrankhütern.

Blaubeerschnitten - Wienerstänger

Nun, mein Rezept hat nichts mit Schrankhütern zu tun, eher fällt es in die Kategorie Urlaubsschätze und das in mehrfacher Hinsicht. Da ist einerseits das schwedische Backbuch, das ich mir vor 3 Jahren in Jönköping in einer Buchhandlung gekauft habe. Dann kommt noch die schwedische Blaubeermarmelade ins Spiel, die wir im Urlaub – für den Eigenbedarf – zubereitet haben und die ich hüte, wie einen Schatz. Und zu guter Letzt habe ich die Marmelade mit einem kleinen Löffel verteilt, den ich auf einem kleinen schwedischen Hausflohmarkt, einem Loppis, gekauft habe.

Vielleicht wunderst du dich, warum ich bei der Marmelade den Zusatz “Eigenbedarf” so betone. Nun, in diesem Urlaub hat unser Vermieter uns von einem Ehepaar erzählt, das kiloweise Blaubeeren eingekocht hat, um sie dann in Stuttgart auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen. Sorry, – vorausgesetzt, es liegt kein Übersetzungsfehler vor – das finde ich komplett daneben.

Du suchst noch weitere skandinavische Rezepte? Dann solltest du dir mal die schwedischen Blaubeerschnecken anschauen oder die Lussekatter, wenn es schon etwas weihnachtlicher sein darf.

Aber jetzt wünsche ich dir erst einmal viel Freude beim Ausprobieren der Blaubeerschnitten oder einer meiner anderen Leckereien und nicht vergessen: Selbstgemacht ist mehr als lecker! 

Bis bald,
deine Kathrina

Wenn du meine Rezepte nachmachst, freue ich mich, wenn du mich in den Social Media markierst und den #kuechentraumundpurzelbaum nutzt. Teile gerne deine eigenen Variationen in den Kommentaren.

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