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Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot – Lompe

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Fladenbrote sind immer eine tolle und schnelle Alternative zum herkömmlichen Brot. Ich habe heute eine weitere Variante für dich: norwegisches Kartoffel-Fladenbrot – auch lompe genannt.

[Bloggerverlinkung|Werbung] Es wird wieder mal Zeit für die kulinarische Weltreise. Nachdem ich jetzt längere Zeit pausiert habe, steige ich beim Reiseland Norwegen wieder ein. Ich habe dir das Rezept für norwegisches Kartoffel-Fladenbrot – lompe genannt – mitgebracht. Während lompe eher herzhaft gegessen wird und als Hotdog “Brötchen” dient, wird lefse eher süß mit Zimt und Zucker gegessen.

Da wir unseren Winterurlaub dieses Jahr wieder in Norwegen verbracht haben, gibt es nach dem Rezept für lompe noch einen kleinen Reisebericht.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe

Rezept Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot

Fladenbrote sind immer eine tolle und schnelle Alternative zum herkömmlichen Brot. Ich habe heute eine weitere Variante für dich: norwegisches Kartoffel-Fladenbrot – auch lompe genannt.

einfach

Zutaten

12 Stücke
Kartoffel-Fladenbrot
650 g Kartoffeln, mehligkochend
½ TL Salz, plus etwas fürs das Kochwasser
120 g Dinkelmehl, Type 630
Belag
250 g Kirschtomaten halbiert
Öl zum Braten
400 g Zwiebeln in dünne Ringe geschnitten
frische Thymianblätter, Rosmarin
3-4 weiche Kartoffel-Fladenbrote
Salz, Pfeffer

Utensilien

  • Waage
  • Topf
  • Kartoffelpresse oder einen Kartoffelstampfer
  • Pfanne
  • Schüssel
  • Nudelholz
  • Auflaufform
  • Pfanne
  • runden Ausstecher
  • Messer

Zubereitung

Kartoffel-Fladenbrot

  1. Kartoffeln in einem großen Topf mit Salzwasser kochen, bis die Kartoffeln weich sind.
  2. Kartoffeln abgießen, etwas auskühlen lassen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
  3. Salz und Mehl hinzufügen und untermischen. Es soll ein weicher Teig entstehen.
  4. Aus dem Teig 10-12 Kugeln à ca. 55 g formen. Kugeln auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Bei Bedarf mehr Mehl verwenden, damit nichts anhaftet.
  5. Mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen, damit es beim Backen keine Blasen wirft.
  6. Eine große Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe erhitzen. Einen Fladen vorsichtig in die Pfanne legen und ca. 30 Sekunden backen. Umdrehen und von der anderen Seite ebenfalls ca. 30 Sekunden backen. Alle Fladen ausbacken.
  7. Die fertigen Fladenbrote mit Frischhaltefolie bedecken. Sie können sofort gegessen oder bis zu 5 Tagen im Kühlschrank gelagert werden.

Belag

  1. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Tomaten mit der Schnittfläche nach oben in eine Auflaufform setzen, mit Öl beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen. Einen Zweig Rosmarin dazulegen. Etwa 25 Minuten im Ofen rösten. Abgedeckt beiseite stellen und warm halten.
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Thymian hineingeben und mit Salz und Pfeffer würzen. 20-25 Minuten unter gelegentlichem Rühren braten, bis die Zwiebeln goldbraun und weich sind. Warm halten.
  3. Aus den Fladen mit einem kleinen, runden Ausstecher 3-4 Kreise ausstechen. Ausstechreste klein schneiden.
  4. Boden der Pfanne mit einer dünnen Schicht Öl bedecken, die Fladen portionsweise in der Pfanne von beiden Seiten je 30-45 Sekunden goldbraun braten. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Die Ausstechreste ebenfalls rundum goldbraun braten.
  5. Kartoffel-Fladenbrote auf einer Platte verteilen. Die Schmelzzwiebeln und Rösttomaten darauf anrichten und mit etwas Thymian garnieren. Noch warm servieren.

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Schritt für Schritt Anleitung norwegisches Kartoffel-Fladenbrot Rezept

Nach dem Kurzrezept für Backprofis kommt nun die ausführliche Schritt für Schritt Anleitung. Dank dieser Anleitung kann beim Backen des Kartoffel-Fladenbrots gar nichts mehr schief gehen, auch wenn du keine große Backerfahrung hast.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe - Zutaten

Wie immer beginnst du damit, die nötigen Zutaten abzuwiegen und für die weitere Verwendung bereit zu stellen. Außerdem legen wir uns auch schon mal alle Utensilien bereit, damit wir dann bei der Zubereitung nicht noch suchen müssen. 

Für die Fladenbrote benötigst du eine Waage, einen Topf, eine Kartoffelpresse oder einen Kartoffelstampfer, eine Pfanne, eine Schüssel und ein Nudelholz.

Für den Belag benötigst du zusätzlich eine Auflaufform, eine Pfanne, einen runden Ausstecher und ein Messer.

Als erstes kochst du die Kartoffeln mit Schale in einem großen Topf mit Salzwasser bis die Kartoffeln weich sind. 

Gieße sie dann ab, lasse sie etwas auskühlen und schäle sie. 

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe - Zubereitung

Anschließend drückst du sie durch eine Kartoffelpresse in eine große Schüssel oder zerdrückt sie mit einem Kartoffelstampfer – so habe ich das gemacht.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe - Zubereitung

Füge Salz und Mehl zur Kartoffelmasse hinzu und verknete alles mit den Händen zu einer Masse. Es sollte dabei ein weicher Teig entstehen.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe - Zubereitung

Forme aus dem Teig Kugeln mit je ca. 55 g. Bei mir sind es mehr als 10 Kugeln geworden. Hier empfehle ich dir tatsächlich, den Teig portionsweise abzuwiegen, denn wenn die Fladen zu groß werden, wird das Handling etwas schwierig.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe - Zubereitung

Rolle die Kugeln auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche aus. Verwende bei Bedarf mehr Mehl, damit nichts anhaftet. Das überschüssige Mehl wird vor dem Backen mit einem Pinsel vorsichtig entfernt.

Stich mit einer Gabel ein paar Löcher in den Teig, damit das Brot beim Backen keine Blasen wirft.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe

Erhitze eine große Pfanne auf mittlerer bis hoher Stufe. Leg einen Fladen vorsichtig in die Pfanne und backe ihn ca. 30 Sekunden. Drehe ihn um und backe ihn von der anderen Seite ebenfalls ca. 30 Sekunden. Backe alle Fladen auf diese Weise aus. Entferne zwischen den einzelnen Fladenbroten Mehlreste mit einem Küchentuch aus der Pfanne.

Decke die fertigen Fladenbrote mit Frischhaltefolie ab, so bleiben sie weich. Du kannst sie sofort essen oder weiterverarbeiten oder auch bis zu 5 Tagen im Kühlschrank lagern.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe - Zubereitung

Wenn du möchtest, geht es nun direkt weiter mit den Mini-Fladenbroten mit Rösttomaten. Grundlage hierfür sind die eben zubereiteten Lompe. Heize hierfür deinen Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor. Lege die halbierten Kirschtomaten mit der Schnittfläche nach oben in eine Auflaufform, beträufle sie mit Öl und würze sie mit Salz, Pfeffer und Rosmarin.

Röste sie etwa 25 Minuten im Ofen, stelle sie dann abgedeckt beiseite, um sie warm zu halten.

Erhitze nun Öl in einer Pfanne. Gib die  Zwiebelringe und den Thymian hinzu und würze alles mit Salz und Pfeffer. Brate die Zwiebeln ca.  20-25 Minuten unter gelegentlichem Rühren, bis sie goldbraun und weich sind. Nimm die Zwiebeln aus der Pfanne und halte sie ebenfalls warm.

Jetzt kommen endlich auch unsere Lompe an die Reihe. Stich aus den großen Fladen mit einem kleinen runden Ausstecher (ca. 6 cm Durchmesser) 3-4 Kreise aus. Das kommt ein bisschen auf die Größe deiner Fladen an… Schneide außerdem die Ausstechreste ebenfalls klein.

Bedecke den Boden der Pfanne mit einer dünnen Schicht Öl. Du kannst hier die gleich Pfanne verwenden, in der du die Zwiebeln geschmort hast. Backe die kleinen Fladen portionsweise in der Pfanne von beiden Seiten je 30-45 Sekunden goldbraun. Lass sie auf einem Küchenpapier abtropfen. Backe die Ausstechreste ebenfalls rundum goldbraun.

Nun geht es ans Anrichten. Lege hierfür die kleinen Kartoffel-Fladenbrote auf einer Platte.

Richte dann die Schmelzzwiebeln und Rösttomaten auf den Fladen an und garniere sie mit etwas Thymian. Am besten schmecken sie noch leicht warm. Das Rezept stammt aus dem Buch „Das Norwegen Backbuch“ von Nevada Berg von North Wild Kitchen.

Norwegen – ein Wintermärchen

In diesem Winter waren wir wieder in Norwegen, genauer gesagt in Alta. Nach unserem letzten Norwegenwinterurlaub in Tromsö haben wir Blut geleckt und wollten unbedingt wieder in den hohen Norden und am besten nochmal weiter nördlich als Tromsö. Die Wahl fiel schnell auf das kleine Städtchen Alta. 

Dort haben wir uns über Airbnb ein wirklich tolles Ferienhaus gemietet und mit einem Mietwagen die Gegend erkundet. Man muss sagen, wir hatten unheimliches Glück mit dem Wetter, denn wir haben jeden Abend Polarlichter gesehen. Mal stärker, mal schwächer und am ersten Abend am intensivsten, aber trotzdem konnten wir uns jeden Abend freuen – und das ganz ohne gebuchte Nordlichttour, die – im Vergleich zu unserem letzten Urlaub vor 3 Jahren –  wirklich unsagbar teuer geworden ist. 

Wir haben auch einen Ausflug zum Nordkap unternommen und sind bei bestem Wetter in Alta losgefahren. Haben immer wieder die Straßenverhältnisse gecheckt, den ein oder anderen Zwischenstopp eingelegt, um dann – nach über 3 Stunden Autofahrt, 13 Kilometer vor dem Nordkap –  im Schneesturm vor der geschlossenen Schranke zu stehen. Wir waren also FAST da. Die Laune war in Summe nicht ganz so gut, aber auch hier sind wir dann auf dem Heimweg wieder mit Polarlichtern entschädigt worden. Aber: wir kommen wieder – bei besserem Wetter… 

Ansonsten haben wir bei bestem Wetter noch eine tolle Schneeschuhwanderung unternommen. Ausgangspunkt für die Wanderung war die Gargia Lodge etwas außerhalb der Stadt. Hier kann man auch Huskie-Schlittenfahrten buchen und übernachten. 

Unser Guide war mega nett und hat uns viele interessante Dinge erzählt. Auch die Gruppe war super sympathisch mit einer Handvoll Brasilianern, die noch nie Schnee gesehen hatten. 

Norwegen Alta

Unsere Wanderung hat uns durch den verschneiten Wald rund um die Lodge geführt. Wir sind durch den Tiefschnee gelaufen, einen kleinen Hügel hochgeklettert und auf dem Po wieder runtergerutscht und konnten uns am Ende am Lagerfeuer wieder aufwärmen. Es war anstrengend, aber ein sehr schönes Erlebnis. 

Ebenso wenig fehlen durfte eine Begegnung mit der samischen Kultur und Rentieren. Ich hatte ja eigentlich gehofft, dass wir bei unserer Fahrt ans Nordkap auf jeden Fall mindestens ein Rentier oder vielleicht einen Elch sehen. Tja, falsch gedacht, denn die Rentiere sind im Winter viel weiter südlich, dafür laufen sie im Sommer wohl durch die Stadt und sind an allen Ecken zu finden. Um Weihnachten hat sich wohl eine Elchkuh mit ihrem Kalb in die Stadt verirrt und war in der Nähe des Einkaufszentrums unterwegs. Vielleicht war sie auf Christmas-Shoppingtour?! 

Naja, auf jeden Fall haben wir ein paar Stunden in Sami Siida verbracht. Das ist ein Familienbetrieb, in dem man die Kultur der Samen hautnah erleben kann. Man kann Rentiere füttern und ein bisschen spazieren führen und sogar in einem samischen Restaurant essen. 

Norwegen Alta

Im Vergleich zu unserem Rentierausflug beim letzten Mal in Tromsö fand ich es dieses Mal besser. Weniger touristisch. Es waren weniger Rentiere, aber die waren deutlich weniger aufdringlich. Während wir das letzte Mal Pellets gefüttert haben, gab es dieses Mal Flechten und damit genau das, was die Tiere auch in der Natur fressen würden. Das Highlight der Kids war natürlich, dass sie ein Rentier über die Anlage führen durften – natürlich aber nur so lange, wie das Tier wollte. Da wurde schon sehr darauf geachtet.

An einem Tag haben wir dann noch den Hausberg in Alta “bestiegen”. Der Abstieg hat dann mit viel Hallo auf dem Hosenboden stattgefunden. 

Etwas abenteuerlich war dann der Heimflug. Der Flug hatte dank Schneechaos in Frankfurt am Flughafen über zwei Stunden Verspätung. In Alta war der Tanklkw kaputt und wir mussten in Bodö zwischenlanden zum Tanken. Aber ansonsten hat alles gut funktioniert.

Die Kulinarische Weltreise

Das war jetzt auch schon meine 46. Station der Kulinarischen Weltreise. Ich muss sagen, zumindest kulinarisch bin ich mittlerweile schon ziemlich rumgekommen.

Ich war lange nicht mehr dabei, aber Norwegen konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

Norwegisches Kartoffel-Fladenbrot - Fladenbrot - Pfannenbrot - lompe

Weitere skandinavische Rezepte findest du natürlich hier auf dem Blog. Wie wäre es denn beispielsweise mit norwegischen Krapfen, finnischen Zimtschnecken oder Saffransskorpor?

Schau dir auch unbedingt die norwegischen Rezepte meiner Mitblogger*innen an:

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Aber jetzt wünsche ich dir erst einmal viel Freude beim Ausprobieren und Nachmachen der norwegischen Kartoffel-Fladenbrote oder einer meiner anderen Leckereien und nicht vergessen: Selbstgemacht ist mehr als lecker! 

Bis bald,

deine Kathrina

Wenn du meine Rezepte nachmachst, freue ich mich, wenn du mich in den Social Media markierst und den #kuechentraumundpurzelbaum nutzt. Teile gerne deine eigenen Variationen in den Kommentaren.

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