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Norwegische Krapfen – Fastelavnsboller

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Du wolltest schon immer mal im Winter nach Norwegen? Perfekt, denn ich erzähle dir heute ein bisschen von unserem Trip nach Tromsø. Außerdem verrate ich dir dazu noch – passend zur Karnevalssaison – das Rezept für norwegische Krapfen, auch Fastelavnsboller genannt.

[Werbung|Affiliatelinks] Wir haben uns zwischen Weihnachten und Silvester einen Traum erfüllt: wir waren ein paar Tage in Tromsø. Was ursprünglich eher als “once in a lifetime” Erfahrung gedacht war, ist zu einer richtigen Liebesgeschichte geworden. Für mich war ziemlich schnell klar, dass ich das unbedingt wieder machen möchte. Warum? Ich liebe den Norden und Skandinavien. Ansonsten lässt es sich sehr schwer in Worte fassen, es ist einfach faszinierend und man muss es mal erlebt haben.

Neben meinen 5 besten Tipps für einen Trip nach Tromsø verrate ich dir noch das Rezept für norwegische Krapfen (Fastelavnsboller) aus dem Buch “Das Norwegen Backbuch – Backen im Einklang der Jahreszeiten”* von Nevada Berg.

Norwegische Karnevalskrapfen 5

Rezept Norwegische Krapfen – Fastelavnsboller

Zutaten

TEIG
250– 300 g Milch
1Ei
500 gDinkelmehl, Type 630
60 gZucker
10 gVanillezucker
15 gfrische Hefe
1 TLgemahlener Kardamom (am besten schmeckt frisch gemahlener)
2 gSalz
110 gkalt Butter, in Stücke geschnitten
FÜLLUNG
2Becher Sahne
20 gPuderzucker
Mark 1 Vanilleschote
AUSSERDEM
1Ei
1Prise Salz
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Die Zutaten – bis auf die Butter – zu einem Teig verkneten. Achtung bei der Zugabe der Milch. Fang lieber erst einmal mit 250 g an und wenn dein Teig noch zu trocken ist, füge weitere Milch hinzu. Es gibt nichts schlimmeres als ein zu feuchter Teig.
  2. Nun die Butter in kleinen Stücken zugeben und zu einem elastischen, leicht feuchten Teig verkneten.
  3. Teig in eine leicht gefettete Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen gut verdoppelt hat.
  4. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in 12 Stücke teilen.
  5. Die Teigstücke zu Kugeln formen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
  6. Das zweite Ei zusammen mit einer Prise Salz verquirlen und die Teiglinge damit bestreichen.
  7. Die Krapfen ca. 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze goldbraun backen.
  8. Die Sahne mit dem Puderzucker und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote steif schlagen.
  9. Zum Servieren die Krapfen halbieren und die unteren Hälften mit etwas Schlagsahne bestreichen. Die oberen Hälften aufsetzen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Anmerkungen zum Rezept Norwegische Krapfen – Fastelavnsboller

Ungefüllte Krapfen halten sich luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur bis zu 2 Tage. Du kannst sie natürlich auch einfrieren.

Du kannst die Krapfen natürlich auch mit Pudding oder Marmelade füllen. Wie wäre es denn mit einer Füllung aus Sahne und in der Mitte ein Klecks Marmelade?

Norwegische Karnevalskrapfen 4

3 Tage in Tromsø

Nun lade ich dich ein auf eine Reise nach Tromsø, einer Stadt, die über 400 km Luftlinie nördlich des Polarkreises in der Arktis liegt. 

Die Anreise

Im Winter reisen die meisten Touristen mit dem Flugzeug an, wie uns der Taxifahrer erklärt hat. Außerdem legen täglich die Hurtigruten Schiffe an und Kreuzfahrtschiffe. Im Sommer reisen viele Touristen mit Campern an. 

Wir sind geflogen. Tromsö hat einen eigenen kleinen Flughafen und es gibt Direktflüge von und nach Frankfurt. Auf dem Hinflug hatten wir keinen Direktflug, sondern sind mit Austrian Airlines über Wien geflogen. Das kann ich nur empfehlen, denn der Direktflug nach Frankfurt mit Lufthansa war servicetechnisch wirklich schlecht. Aber das soll hier nicht das Thema sein. 

Vom Flughafen Tromsö aus kommt man entweder mit dem Bus in die Stadt oder mit dem Taxi. Wir haben uns für das Taxi entschieden. Das lag auch daran, dass wir die richtige Bushaltestelle nicht gefunden haben und mit einem Haufen Gepäck und zwei Kindern keine Experimente starten wollten. Im Taxi kann man mit Karte bezahlen.

Das Hotel

In Tromsö gibt es eine Vielzahl an Hotels in verschiedenen Preiskategorien. Wir hatten ein Familienzimmer mit Frühstück im Scandic Grand. Das Zimmer war im 8. Stock und somit hatten wir einen wirklich tollen Ausblick auf den Hafen und die Tromsøbrua, das gegenüberliegende Tromsdalen mit der Eismeerkathedrale und Hausberg Storsteinen. Was mir besonders gut am Hotel gefallen hat, waren das Frühstücksbuffet und die Lage mitten in der Stadt. Du bist direkt an der Haupteinkaufsstraße, in wenigen Minuten zu Fuß am Hafen und auch das Hard Rock Café ist nur zwei Häuser weiter.

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Sehenswürdigkeiten und Ausflüge – meine 5 besten Tipps

Was kann man in der Stadt nun alles erleben und welche Ausflüge lohnen sich? Ich gebe dir hier meine 5 besten Tipps.

Arktische Landschaft und Fjordtour

Wir haben über get your guide eine Fjordtour gebucht. Hier wird man in kleinen Bussen durch die Fjordlandschaft gefahren. Unsere Tour hätte normalerweise 4 Stunden gedauert mit 7 Stopps. Warum hätte? Ganz einfach, wir haben ungefähr eine Stunde länger gebraucht, da viele Fotos gemacht wurden und uns der Guide auch entsprechend die Zeit dazu gegeben hat. Während der Tour hat man die Möglichkeit Seeadler, Rentiere, Elche oder Otter zu sehen – wenn sie sich zeigen… Wir hatten Glück und haben dreimal Rentiere gesehen und am Kaldfjord Seeadler.
Die meisten Touren enden am Strand von Grøtfjorden, während unseres Stopps dort haben wir die anderen Gruppen gesehen. Unsere Tour ging aber noch ein Stückchen weiter zu einem anderen – leeren – Strandabschnitt. Hier gab es dann heiße Schokolade, ein Stückchen norwegischen Kuchen und wir konnten Bilder mit oder auch ohne Rentierfelle machen. 

Diese Tour über den Anbieter Amazing Arctic Tours kann ich dir nur von ganzem Herzen empfehlen. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Anbieter. 

Rentiere

Unsere zweite gebuchte Tour war eine Rentiertour. Hier kann man wählen zwischen einer Vormittags- und einer Abendtour. Wir haben uns für die Abendtour mit Abendessen entschieden, da wir dadurch die Möglichkeit auf Polarlichter hatten, denn die Chance ist bekanntermaßen höher, wenn man nicht in der Stadt ist und es wenig Lichtverschmutzung gibt.

Bei dieser Tour treffen sich unglaublich viele Menschen zur gleichen Zeit und werden auf verschiedene Reisebusse aufgeteilt. Wir waren zu Beginn wirklich geschockt, aber die Busse fahren dann unterschiedliche Rentierfarmen an. 

Auf der Rentierfarm trifft man Sami und eine Rentierherde mit ca. 300 Tieren. Diese kann man füttern und man kann auch eine Rentierschlittenfahrt machen. Von der Schlittenfahrt darf man nicht zu viel erwarten. Man fährt eine Runde um das eingezäunte Rentiergehege. Meiner Meinung nach ist das aber auch vollkommen ausreichend, denn es geht um das nicht alltägliche Erlebnis, in einem Rentierschlitten zu sitzen und mit der Zeit wird es – trotz Decke – auch einfach kalt. 

Im Anschluss daran haben wir die Tiere gefüttert. Ein wirklich tolles Erlebnis, vor allem, wenn die ganze Herde plötzlich in Bewegung gerät und flüchtet. Einfach unglaublich eindrucksvoll. Einige Tiere haben sich auch schön streicheln lassen, anderen war das einfach zu viel, aber das kriegt man schnell raus. Natürlich gibt es auch ein paar freche Exemplare, die vorsichtig anstupsen oder mit den Hufen Futter fordern.

Bereits während der Zeit in der Herde haben wir schwache Polarlichter entdeckt. Wir sind dann in eine Hütte zum Essen gegangen. Es gab einen Salat mit Lachs, daran hat sich ein traditioneller Sami-Eintopf mit Rentierfleisch angeschlossen und als Dessert gab es Schokokuchen. Bei der Buchung konnte man direkt angeben, ob man eine vegetarische Version bevorzugt. Während des ganzen Aufenthaltes konnte man sich verschiedene warme Getränke holen.

Die Aussicht auf Polarlichter hat mich und einige andere bereits vor dem Dessert wieder nach draußen gezogen und wir wurden mit stärkeren Lichtern belohnt. 

In einem anderen Zelt, einer Jurte, haben wir dann noch ein bisschen was über die Kultur der Samen erfahren und einen Joik gesungen (wenn du dir mal einen Joik anhören möchtest, dann such mal nach dem Lied der Norweger vom ESC 1980). Leider ist dieser Aspekt ein bisschen untergegangen durch die Polarlichter. Aber auch hier haben die Veranstalter sehr flexibel reagiert. 

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Polarlichttour

Die Polarlichtertour habe ich mir dann ohne meine Familie gegönnt. Bei dieser Tour waren zusätzlich noch professionelle Bilder enthalten, die man im Nachgang zugesendet bekommen hat. Man musste also auch nicht zwingend eigene Bilder machen. Unterwegs waren wir in einer kleinen Gruppe mit einem Minibus. Auch diese Tour kann ich dir nur ans Herz legen. Unser Guide Stephan war einfach super. Er stand im ständigen Austausch mit seinen Kollegen, um die besten Stellen zu finden. 

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Die ganze Tour war super informativ. Stephan hat uns viel über die Vorhersagen und Entstehung der Polarlichter erklärt und welches skandinavische Land welche Mythen damit verbinden. Wem es zu kalt wurde, der konnte sich einen Thermoanzug ausleihen. Bei jedem Halt konnten wir uns mit heißer Schokolade, Tee oder Kaffee wärmen und mit Keksen stärken. 

Die Polarlichter waren in dieser Nacht leider nicht so stark, was aber die Tour nicht weniger gut gemacht hat. Es sind einfach Naturphänomene, die wir nicht beeinflussen können.

Der Hausberg Storsteinen

Der Hausberg Storsteinen erhebt sich 421 m über dem Meer. Auf den Gipfel gelangt man entweder mit der Seilbahn Fjellheisen oder zu Fuß über die Sherpatreppe. Normalerweise bin ich ja eher ein Freund vom Laufen, aber bei Schnee und Eis war mir die Treppe zu riskant. Auf dem Berg angekommen bietet sich eine traumhafte Aussicht über Tromsö und den Fjord. 

Wir sind dann noch ein bisschen auf den schneebedeckten Wegen gewandert und haben die Aussicht genossen. Wir hatten auch wirklich Glück mit dem Wetter, es war fast windstill und klar. Später am Nachmittag hat der Wind dann deutlich zugenommen und es wurde richtig ungemütlich.

Am besten gelangt man mit dem Bus (Linie 26 Richtung Tromsdalen) zur Talstation der Bergbahn. Bustickets gibt es entweder im Bus (nur gegen Barzahlung) oder an Automaten an einigen Haltestellen. Tickets für die Seilbahn kannst du entweder an der Talstation, online oder in der Touristinfo kaufen. Aber du kannst auch von der Innenstadt über die Tromsøbrua  und an der Eismeerkathedrale vorbei laufen. Wir haben beide Versionen ausprobiert. Das ist Geschmackssache und auch ein bisschen abhängig vom Wetter.

Besuch der Magic Ice Bar

Wenn du schon mal in Tromsö bist, dann kannst du dir auch die Magic Ice Bar anschauen. Der Eintritt ist nicht ganz günstig – aber das ist der gesamte Urlaub nicht, aber die Eisskulpturen sind schon schön anzusehen. In der Bar ist alles aus Eis, von den Sitzgelegenheiten und Tischen bis hin zu den Cocktailgläsern. Bevor man die Eiswelt betritt, bekommt man einen Thermoumhang. Man kann sich unbegrenzt in der Eisbar aufhalten, nach ca. 60 Minuten hatten wir dann aber auch genug.

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Weitere Sehenswürdigkeiten

Natürlich gibt es in Tromsö noch mehr zu erleben. Besuch doch mal die Eismeerkathedrale oder die Domkirke. Wenn du eher Lust auf einen Museumsbesuch hast, dann schau dir doch mal das Polaria an, das Polarmuseum oder das Trollmuseum. Wie die Museen sind, kann ich dir leider nicht sagen, für einen Museumsbesuch hatten wir keine Zeit. 

Du kannst natürlich auch noch weitere Ausflüge machen, zum Beispiel eine Huskey-Schlittenfahrt oder eine Whale Watching Tour.

Das Norwegen Backbuch

Nun abschließend noch ein paar Worte zum Norwegen Backbuch von Nevada Berg vom Blog “North Wild Kitchen”. Hier findest du Rezepte für jede Jahreszeit. Meine norwegischen Faschingskrapfen beispielsweise gehören zum Kapitel “Winterlicht”. Daher habe ich sie auch ausgewählt, denn wir sind ja nach der Wintersonnwende nach Tromsö gereist. An das “Winterlicht” schließt sich das “Neue Licht” an, gefolgt von der Mitternachtssonne. Der Herbst heißt hier “Feuer und Eis” und das Buch und auch das Jahr endet mit der “Dunkelzeit”. 

Ein – wie ich finde – tolles Buch mit schönen Rezepten und schöneren Bildern. Eine absolute Empfehlung für Norwegenfans.

Du suchst noch mehr Rezepte aus Skandinavien? Da kann ich dir auf jeden Fall helfen. Hier eine kleine Übersicht über meine skandinavischen Rezepte:

Finnland

Dänemark

Schweden

Vielleicht kannst du jetzt verstehen, warum es nicht unsere letzte Reise in den winterlichen Norden war. Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Spaß beim Nachbacken der norwegischen Karnevalskrapfen oder einer meiner anderen Leckereien und nicht vergessen: Selbstgemacht ist mehr als lecker!

Bis bald,
deine Kathrina

Wenn du meine Rezepte nachmachst, freue ich mich, wenn du mich in den Social Media markierst und den #kuechentraumundpurzelbaum nutzt. Lass mir auch gerne hier auf dem Blog einen netten Kommentar da. 

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Norwegische Krapfen

Leckere Krapfen aus dem Backofen gefüllt mit Sahne.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    15 Minuten
  • Ruhezeit:
    2 Stunden 30 Minuten
  • Backzeit:
    10 Minuten
  • Gesamtzeit:
    2 Stunden 55 Minuten

Zutaten

12 Stücke
Teig
250 – 300 g Milch
1 Ei
500 g Dinkelmehl, Type 630
60 g Zucker
10 g Vanillezucker
15 g frische Hefe
1 TL gemahlener Kardamom (am besten schmeckt frisch gemahlener)
2 g Salz
110 g kalt Butter, in Stücke geschnitten
Füllung
2 Becher Sahne
20 g Puderzucker
Mark 1 Vanilleschote
Außerdem
1 Ei
1 Prise Salz
Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Die Zutaten – bis auf die Butter – zu einem Teig verkneten. Achtung bei der Zugabe der Milch. Fang lieber erst einmal mit 250 g an und wenn dein Teig noch zu trocken ist, füge weitere Milch hinzu. Es gibt nichts schlimmeres als ein zu feuchter Teig.
  2. Nun die Butter in kleinen Stücken zugeben und zu einem elastischen, leicht feuchten Teig verkneten.
  3. Teig in eine leicht gefettete Schüssel geben und abgedeckt an einem warmen Ort mindestens 2 Stunden gehen lassen, bis sich das Volumen gut verdoppelt hat.
  4. Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche in 12 Stücke teilen.
  5. Die Teigstücke zu Kugeln formen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Abgedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen.
  6. Das zweite Ei zusammen mit einer Prise Salz verquirlen und die Teiglinge damit bestreichen.
  7. Die Krapfen ca. 10 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 200°C Ober-/Unterhitze goldbraun backen.
  8. Die Sahne mit dem Puderzucker und dem ausgekratzten Mark der Vanilleschote steif schlagen.
  9. Zum Servieren die Krapfen halbieren und die unteren Hälften mit etwas Schlagsahne bestreichen. Die oberen Hälften aufsetzen und großzügig mit Puderzucker bestäuben.

Wie findest du das Rezept?

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