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Dänische Haferbrötchen ohne Kneten

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Heute füllen wir deinen Brot- und Brötchenkorb. Bei mir gibt es nicht nur das Rezept für dänische Haferbrötchen ohne Kneten, sondern ich nehme dich mit nach Schweden. Dort habe ich die Brötchen nämlich gebacken und fotografiert. Außerdem verrate ich dir ein paar Ausflugstipps rund um den beschaulichen Weiler Galtås in Småland.

[Bloggerverlinkung|Werbung] Neuer Monat, bewährtes Blogevent und es geht bei mir direkt skandinavisch weiter: es gibt dänische Haferbrötchen. Denn heute dreht sich bei „Leckeres für jeden Tag“ alles um das Thema Brotkörbe. Wer mich kennt weiß, das ist genau mein Ding. Aber jetzt kommt die Besonderheit an den Brötchen: ich habe sie während unseres Schwedenurlaubs im Ferienhaus gebacken und fotografiert. Mit leichten Abwandlungen fast täglich und zum Schluss habe ich mir sogar das Zutatenabwiegen gespart und nach dem Motto meiner Oma ein bisschen hiervon und ein bisschen davon den Teig zusammengerührt. Das Grundrezept für dänische Haferbrötchen ist von Simone von S-Küche.

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2 Visit Galtås – der lang ersehnte Schwedenurlaub

Dieses Jahr haben wir endlich unseren heißersehnten – vor Corona geplanten und dank Corona mehrmals verschobenen – Urlaub in Schweden genießen dürfen. Verbracht haben wir ihn bei Stefanie und Nils von der Villa Vilan im Weiler Galtås in Småland. Für knapp 1,5 Wochen durften wir das 160 Jahre alte und liebevoll eingerichtete Haus Äppellund – was Apfelhain bedeutet – unser Eigen nennen.

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2.1 Warum backe ich Brötchen im Urlaub?

Wer Schweden kennt weiß, wie weitläufig das Land ist und dass man nicht mal eben zum Bäcker laufen kann. Der nächste Bäcker war ca. 10 km entfernt, das war mir zu umständlich, Lust auf Aufbackbrötchen hatte ich auch nicht und Toastbrot kommt bei einem Kind auch nicht ganz so gut an. Aber glücklicherweise ist Äppellund super ausgestattet. Ich habe also genug Zubehör zum Brötchenbacken gefunden. Von der Waage, über große Schüsseln für den Teig bis hin zu einem guten Ofen. Die Zutaten waren schnell gekauft und so stand dem Brötchenbacken nichts mehr im Weg. Variiert habe ich ganz nach Lust und Laune mit Leinsamen und Quinoa. Und auch ein Brot habe ich aus dem Teig mal geformt.

Beim Brötchenbacken ist es dann allerdings nicht geblieben. Es gab dann noch Pizza, (Blaubeer)Pfannkuchen mit frisch gekochten Äpfeln von den Bäumen rund ums Haus, Blaubeerschnecken (den Teig habe ich von Hand geknetet) und Muffins. Und nachdem die Blaubeersträucher noch gut bestückt waren (wenn man dann mal die richtige Stelle gefunden hat), habe ich noch zweimal Blaubeermarmelade gekocht.

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Wenn du jetzt denkst, ich war die ganze Zeit im Urlaub nur in der Küche gestanden, dann irrst du dich. Wir waren eigentlich immer den ganzen Tag unterwegs. Meistens habe ich den Brötchenteig morgens gemacht und dann abends gebacken. Wie ich das alles geschafft habe? Das frage ich mich mittlerweile auch. Aber es hat Spaß gemacht – und geschmeckt hat es sowieso.

Ja, so kam es, dass ich im schwedischen Ferienhaus leckere dänische Haferbrötchen gebacken habe.

2.2 Ein paar Ausflugstipps

Zuerst einmal muss ich sagen, dass wir in der Nachsaison in Schweden waren. Das muss man bei seiner Planung berücksichtigen. Denn die meisten Sehenswürdigkeiten und Cafés haben dann nicht mehr täglich geöffnet, sondern – wenn überhaupt – am Wochenende. Wir haben also immer ordentlich Vesper eingepackt und dadurch doch auch einige an Brötchen benötigt.

  • Gränna: hier werden die berühmten polkagrisar (der rot-weißen Zuckerstangen) hergestellt. In einigen Geschäften kann man bei der Herstellung zuschauen. Eine schöne Aussicht auf den Vättern See hast du vom Grännaberget.
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  • Visingsö: von Gränna kann man mit der Fähre (mit oder ohne Auto) nach Visingsö fahren. Dort lohnt es sich, ein Fahrrad zu mieten und die Südspitze der Insel zu erkunden. Während der Saison gibt es wohl auch Kutschfahrten.
  • Jönköping: hier gibt es wohl zwei interessante und auch für Kinder schön gemachte Museen. Das Streichholzmuseum und das Länsmuseum. Wir waren leider am falschen Tag für das Länsmuseum dort und das Streichholzmuseum wurde umgebaut.
  • Taberg: Schöne Aussicht auf die Umgebung rund um Jönköping und den See. Das Café/Restaurant ist eher so naja.
  • Kleva Gruva: eine alte Kupfermiene mitten im Nirgendwo. Hier gehst du allein mit einem Plan und einer Taschenlampe ausgestattet durch die Miene. Es gibt auch Schatzsuchen für drei verschiedene Altersklassen. Wir haben alle drei gemacht und es macht wirklich Spaß. Kleiner Tipp am Rande: am besten alte Kleider anziehen. Die Mädels haben Flecken in den Hosen, die nicht mehr rausgehen.
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  • Skurugata: eine Schlucht zum Durchwandern. Sehr eindrucksvoll.
  • Eksjö: das Stadtzentrum besteht aus Holzhäusern
  • Isaberg: toller (Bade)See, auch schön zum Kanu oder SUP fahren. Es gibt außerdem noch einen Kletterpark, Minigolf und eine Sommerrodelbahn. Die Rodelbahn war eigentlich nur noch am Wochenende geöffnet, aber wir hatten Glück und durften fahren, weil sich eine Gruppe eingebucht hatte.
    Die Minigolfbahn ist auch ganz schön. Sie hat nur 12 Bahnen statt 18. Das ist für die Kinder besser, denn irgendwann kippt die Stimmung bei uns meistens.
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  • Elchsafari: wir haben zwar zwei junge Elchbullen in freier Wildbahn gesehen, aber wir wollten dennoch eine Elchsafari machen. Elchparks gibt es in Småland ziemlich viele. Wir haben uns für den Elchpark in Markaryd entschieden. Hier kann man entweder mit einem Zug durchfahren oder mit dem eigenen Auto. Im Zug bekommt man Birkenäste und kann damit die Tiere anlocken und vielleicht sogar streicheln. Der Zug fährt aber nur einmal durch den Park. Mit dem Auto darf man beliebig oft durch den Park fahren. Und mal ehrlich: ja, es wäre schon toll einen Elch mal zu streicheln, aber es ist immer noch ein Wildtier und es liegt nicht in der Natur eines Wildtieres sich streicheln zu lassen.
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Außerdem haben wir noch eine Wanderung durch den Store Mosse Nationalpark gemacht (für Naturliebhaber zu empfehlen) und waren einige Male am wenige Kilometer entfernten Badesee. Gerade am Abend war es toll. Es ist einfach herrlich im Sonnenuntergang zu schwimmen. Und ja, es war etwas frisch, aber noch auszuhalten.

Ein kleiner Tipp noch zum Thema Badeseen: schmeiß einfach Schwimmsachen ins Auto. So bist du flexibel und kannst ins Wasser, wenn dir ein netter Badesee über den Weg läuft.

Und wer nicht so viel in der Gegend rumfahren möchte wie wir: man kann auch rund um den Weiler Galtås super laufen (und Blaubeeren pflücken oder Pilze sammeln). Auch die Kinder können sich super beschäftigen, denn es gibt einige Tiere zu versorgen. Die Ziegen dürfen ausgemistet und gefüttert werden, das Schwein Freddi darf ebenfalls gefüttert werden und auch die Kühe freuen sich über ein paar Äpfel. Wenn man Glück hat, dann sind zur gleichen Zeit auch noch andere Kinder da. So macht das Füttern und Ausmisten noch mehr Spaß.

Wir wären gerne noch an die Ostküste gefahren, aber dafür war die Zeit einfach zu knapp, wenn man 3 Stunden einfache Fahrt plus Ladestopps einkalkulieren muss.

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2.3 Unser Schwedenurlaub in Zahlen

Zu guter Letzt hier noch unser Schwedenurlaub in Zahlen:

  • Dauer: ca. 1,5 Wochen
  • Mehlverbrauch: 4,25 kg
  • Hefeverbrauch: ca. ½ Würfel
  • Gepflückte und verarbeitete Blaubeeren: ca. 2 kg
  • Elchkontakt: 2 in freier Wildbahn und noch viel mehr bei der Elchsafari
  • Ladestopps mit dem E-Auto: keine Ahnung, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen
  • Kanutouren: 1
  • Baden im See: die Kinder 3x, ich 2x
  • Muscheln sammeln: 2x
  • Schwedenhäuser fotografieren: gaaaaanz oft
  • Gelaufene Kilometer: >33 km (die App war nicht immer an, dazu kommen vor und nach Schweden noch Touren auf Fehmarn, durch Kopenhagen und in Großenbrode)
  • Gefahrene Kilometer insgesamt: ca. 4.000
Dänische Haferbrötchen im Brotkorb

3 Rezept dänische Haferbrötchen ohne Kneten

Zutaten

TEIG
10 gHonig
15 gSalz
6 gfrische Hefe
165 gHaferflocken (ich habe grobe verwendet)
670 gDinkelmehl Typ 630
700 gWasser
AUSSERDEM
Saaten nach Wahl zum Bestreuen

Utensilien

  • große Schüssel
  • Löffel
Dänische Haferbrötchen im Brotkorb

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in einer großen Schüssel zu einem Teig verrühren.
  2. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  3. Am nächsten Tag den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
  4. Mit einem feuchten Esslöffel Brötchen in der gewünschten Größe abstechen und mit Abstand auf das Blech setzen. Nach Belieben mit Saaten oder Haferflocken bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 240°C Ober-/Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.

4 Weitere leckere Ideen für den Brotkorb

Natürlich gibt es neben den dänischen Haferbrötchen hier auf dem Blog noch weitere leckere Ideen rund um das Thema Brot und Brötchen. Wie wäre es beispielsweise mit:

Wenn dir eher nach skandinavischen Rezepten ist, habe ich natürlich auch was für dich:

Noch mehr tolle Ideen für deinen Brotkorb findest du bei meinen lieben Mitblogger*innen:

Johanna von Dinkelliebe mit No Knead Vollkorn Kartoffelbrötchen
Britta von Backmaedchen 1967 mit schnelle Hefeknoten zum Frühstück
Tanja von Liebe&Kochen mit Fluffiges Toastbrot
Bettina von homemade & baked mit Saftiges Saaten-Sauerteigbrot
Sylvia von Brotwein mit Milchbrötchen Rezept – wie vom Bäcker selber backen
Thomas und Simone von zimtkringel mit Pane Pugliese
Marie von Fausba mit Fluffige Kürbisbrötchen
Bianca von ELBCUISINE mit Brotzeit mit supergrünem Baguette
Martina von ninamanie mit Tomatenbrötchen
Sonja von fluffig & hart mit einfache Bäckerbrötchen
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Ich hoffe, ich konnte dir Lust auf einen Urlaub in Schweden machen. Wir sind auf alle Fälle verliebt in das Land. Es war mit Sicherheit nicht unser letzter Urlaub in Schweden. Wobei ich beim nächsten Mal darauf bestehen werde, dass das SUP eingepackt wird. Dieses Mal musste es leider aus platztechnischen Gründen zu Hause bleiben.

Übrigens schmecken dänische Haferbrötchen nicht nur in Schweden. Ich habe sie – sehr zur Freude meiner Mädels – diese Woche wieder gebacken und sie schmecken auch hier bei uns.

Auf jeden Fall wünsche ich dir jetzt erst einmal viel Spaß beim Ausprobieren der dänischen Haferbrötchen oder einer meiner anderen Leckereien und nicht vergessen: Selbstgemacht ist mehr als lecker!

Hejdå och vi ses snart,
deine Kathrina

Wenn du meine Rezepte nachmachst, freue ich mich, wenn du mich in den Social Media markierst und den #kuechentraumundpurzelbaum nutzt.

Dänische Haferbrötchen ohne Kneten

Einfache Brötchen ohne Kneten mit Übernachtgare.

einfach
  • Vorbereitungszeit:
    10 Minuten
  • Ruhezeit:
    10 Stunden
  • Backzeit:
    20 Minuten
  • Gesamtzeit:
    10 Stunden 30 Minuten

Zutaten

15 Stücke
Teig
10 gHonig
15 gSalz
6 gfrische Hefe
165 gHaferflocken (ich habe grobe verwendet)
670 gDinkelmehl Typ 630
700 gWasser
Außerdem
Saaten nach Wahl zum Bestreuen

Utensilien

  • große Schüssel
  • Löffel

Zubereitung

  1. Alle Zutaten in einer großen Schüssel zu einem Teig verrühren.
  2. Abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  3. Am nächsten Tag den Backofen auf 240°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
  4. Mit einem feuchten Esslöffel Brötchen in der gewünschten Größe abstechen und mit Abstand auf das Blech setzen. Nach Belieben mit Saaten oder Haferflocken bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 240°C Ober-/Unterhitze ca. 15-20 Minuten backen. Mit dem restlichen Teig genauso verfahren.

Wie findest du das Rezept?

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Dieser Beitrag hat 22 Kommentare

  1. Martina

    Liebe Kathrina,
    was für tolle Eindrücke, die Lust auf Reisen machen! Und was für leckere Brötchen!
    Liebste Grüße von Martina

  2. Liebe Kathrina, deine Brötchen sehen toll aus und ich bin ganz begeistert von deinen schönen Schwedenbildern. Wir wollen auch noch Urlaub in Schweden machen, vielen Dank für deine tollen Infos dazu.
    Liebe Grüße
    Britta

  3. Vielen Dank für den kleinen Einblick in euren Urlaub, das klingt alles richtig schön, da mag ich jetzt auch hin! 😀 Deine Brötchen sehen auch klasse aus und sind natürlich eine tolle Alternative, wenn man keine Lust auf Aufbackbrötchen oder Toast hat.
    Liebe Grüße, Bettina

    1. Ist wirklich so ein schönes Land.
      Ja, die Brötchen sind definitiv eine schöne Alternative zu Fertigprodukten.

  4. Liebe Kathrina,
    deine Haferbrötchen sehen echt klasse aus.
    Ich habe schon einmal mit Haferflöocken gebacken, jedoch noch nicht mit dieser Menge.
    Dein Rezept wird auf jeden Fall nachgemacht.
    Liebe Grüße sendet Marie

  5. Anne

    Das hört sich alles toll an, aber ich bin ja schon beim Lesen außer Atem gekommen, was du alles so getrieben hast…Chapeau

  6. Donnerwetter, das nenne ich mal einen Urlaubs-Mehlverbrauch! Aber wie man sieht, hat es gut funktioniert. Und jetzt will ich nach Schweden.

  7. Brotwein

    Die Haferbrötchen sehen sehr fein aus! Perfekt, dass man sie auch in einer schlecht ausgestatteten Küche herstellen kann.
    Viele Grüße Sylvia

  8. Wunderschöne Brötchen und tolle Bilder von Deinem Urlaub. Jetzt habe ich auch endlich mal die vielen Blaubeeren gesehen, von denen Du erzählt hast. Deine Haferbrötchen würden auch meinen Kindern gefallen, das Rezept habe ich mir gleich mal gemerkt.

    1. Vielen herzlichen Dank, liebe Zoe. Ja, die Blaubeeren. Aber das war nur eine der beiden Portionen…

  9. Liebe Kathrina,
    deine Haferbrötchen klingen so lecker und ich liebe Hafer. Die machen sich sicher fantastisch zum Frühstück.
    Liebe Grüße
    Johanna

  10. Stefanie

    Wie lieb, dass Du uns auf Deinem Blog erwähnst!
    Sehr nett geschrieben und aufgemacht Dein Beitrag!

    Viele Grüe aus Galtås von Stefanie

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