Weckmann Rezept zu St. Martin

Weckmann Rezept zu St. Martin

Hallo ihr Lieben,

in wenigen Tagen ziehen die Kinder wieder mit ihren Laternen durch die Straßen und singen Martinslieder. 

Dieses Jahr habe ich beschlossen, mal keine Martinsgänse, sondern Weckmänner oder Stutenkerle zu backen. Was genau es damit auf sich hat und warum die Gesellen so heißen, verrate ich euch gleich und danach gibt es natürlich noch das Rezept und ein kleines Tutorial, wie man einen Weckmann ohne Ausstechform macht.

Rezept für leckere Weckmänner

Von Weckmännern und Stutenkerlen

Wie ihr unschwer erkennen könnt, handelt es sich bei dem Weckmann/Stutenkerl um einen Mann aus Hefeteig. Er wird – je nach Region – entweder zu St. Martin oder zu Nikolaus gebacken. Ursprünglich wurde er jedoch tatsächlich zum Nikolaustag gebacken. Auch gibt es noch weitere (weniger bekannte) Bezeichnungen des Gebäcks, die teilweise auch Rückschlüsse zulassen, wann sie zu finden sind, wie zum Beispiel Klausenmann, Grättimann, Dambedei oder Maddinsmändl.

Der Name Weckmann leitet sich aus den Zutaten Mehl, Salz, Hefe und Wasser (Wecken) ab, der Name Stutenkerl hingegen aus den Zutaten Mehl, Zucker, Fett und Hefe (Stuten). Gemeinsam ist beiden die Form eines Männleins. Häufig werden sie mit einer Tonpfeife gebacken, die einen (umgedrehten) Bischofsstab darstellen soll.

In der Rhein-Neckar-Region, im Rheinland, in Hessen beispielsweise werden die Weckmänner bereits an St. Martin verteilt. Egal, ob man sie an St. Martin oder an Nikolaus backt, sie schmecken immer, findet ihr nicht auch? Und wer sich nicht entscheiden kann, backt sie eben einfach an beiden Tagen.

Weckmann Rezept

Rezept

Weckmann Rezept

Weckmann

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit 10 Stunden
Arbeitszeit 10 Stunden 40 Minuten
Gericht: Kuchen
Keyword: Hefeteig, Stutenkerl, Weckmann

Zutaten

Hefeteig

  • 200 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 50 g Rohrohrzucker
  • 10 g Vanillezucker
  • 500 g Dinkelmehl Typ 630
  • 6 g Hefe
  • 1 Prise (Zitronen)Salz
  • 1 Ei
  • 1 TL Zitronenabrieb

Außerdem

  • 1 Ei
  • etwas Milch
  • etwas Zucker
  • etwas Salz
  • Schokotröpfchen
  • etwas Kuvertüre

Anleitungen

  • Die Zutaten zu einem Hefeteig verkneten. Den Teig ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur in einer geölten Schüssel stehen lassen, dann über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  • Am nächsten Tag aus dem Teig Weckmänner formen (wer eine Form hat, kann diese natürlich auch nutzen)
  • Ei, Milch, Salz und Zucker gut verquirlen und die Weckmänner damit bestreichen. Die Schokotröpfchen als Augen und Knöpfe eindrücken.
  • Im vorgeheizten Backofen bei Ober-/Unterhitze 175°C ca. 20 Minuten goldgelb backen.
  • Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Kuvertüre schmelzen und Münder aufmalen.

Weckmann Tutorial

Tutorial Stutenkerl

Teig in 6 gleichgroße Stück teilen und diese zu Kegeln formen.

Weckmann Tutorial

Mit einer Teigkarte die Kegel am spitzen Ende etwas einschneiden und die so entstandenen Beine auseinander ziehen. 

Stutenkerl

Am dickeren Ende des Kegels den Kopf formen. Dafür ein Stück Teig mit der Handkante abdrücken und dem Weckmann den „Hals einmal umdrehen“.

Tutorial Weckmann

Für die Arme den Weckmann auf Schulterhöhe auf jeder Seite wieder etwas einschneiden.

Weckmann Stutenkerl Dampedei

Auf ein Blech mit Backpapier legen und mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen. Augen und Knöpfe eindrücken.

Stutenkerl

Aus dem Teig könnt ihr übrigens auch Martinsgänse ausstechen. Wenn ihr mehr zur herzhaften Fraktion gehört, dann schaut euch doch mal mein Rezept für den etwas anderen Gänsebraten an. Hier findet ihr auch Wissenswertes rund um das Thema Laternelaufen und Martinsgänse.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken und beim Laternelaufen.

Bis bald,
eure Kathrina

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