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Mikate – Kongo

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Auch im Juli reisen wir wieder gemeinsam. Dieses Mal führt uns unsere Reise auf den afrikanischen Kontinent, genauer gesagt in den Kongo. Von dort habe ich dir das Rezept für Mikate mitgebracht.

[Werbung|Bloggerverlinkung] Schon seit Anfang des Monats läuft unsere kulinarische Weltreise nach Afrika. Dieses Mal hat es uns in den Kongo verschlagen. Die Rezeptsuche hat sich für mich relativ einfach gestaltet, denn ich bin sehr schnell auf kongolesische Beignets gestoßen. Das genaue Rezept für die Mikate aus dem Kongo habe ich bei Frotie’s Diary auf Youtube entdeckt. Hier siehst du auch super, wie man das Gebäck formt. Jetzt bin ich nicht unbedingt der Fan von Frittiertem und genau das sind Mikate (in anderen afrikanischen Ländern sind sie als Puffpuff bekannt), aber ich habe auch keine wirkliche Alternative für mich gefunden. Also war klar, ich mache Beignets. Die Rechnung für das Rapsöl hat mich dann nochmal kurzfristig an meinem Vorhaben zweifeln lassen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, es hat sich gelohnt.  Bevor wir zum Rezept kommen, schauen wir uns erstmal wieder unser Gastgeberland an.

Kongolesische Mikate in einem Sieb und auf einem Blech

2 Kongo

Zuerst einmal muss man sagen, dass die Bezeichnung Kongo auf zwei Länder in Zentralafrika zutrifft. Zum einen auf die Republik Kongo und zum anderen auf die Demokratische Republik Kongo. Ich habe mich hier für die DR Kongo entschieden und lade dich jetzt auf einen Streifzug durch das zentralafrikanische Land und seine Küche ein.

2.1 Geografie

Die Demokratische Republik Kongo (früher auch Zaire genannt) ist eine Republik in Zentralafrika mit der Hauptstadt Kinshasa. Die DR Kongo ist flächenmäßig der zweitgrößte und an der Einwohnerzahl gemessen der viergrößte Staat Afrikas. Der Kongo grenzt an die Zentralafrikanische Republik, den Südsudan, Uganda, Ruanda, Burundi, Tansania, Sambia, Angola, die Republik Kongo und im Westen an den Atlantik.

Amtssprache des Landes ist Französisch. Daneben gibt es aber noch weitere Nationalsprachen, die durch die über 200 Ethnien bedingt sind. Erst 1960 wurde das Land, das seit 1885 unter belgischer Kolonialherrschaft stand, unabhängig. Immer wieder wurde der Staat von Kriegen erschüttert und zählt heute – trotz großer Rohstoffvorkommen – zu den ärmsten Ländern der Welt.

In der DR Kongo gibt es vier Nationalparks sowie fünf als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesene Schutzgebiete.

2.2 Küche des Kongo

Während viele Länderküchen häufig von außen beeinflusst wurden und werden, ist die Küche beider kongolesischer Staaten eine Mischung aus verschiedenen Stämmen der Region. Der Hauptbestandteil der kongolesischen Küche ist Maniok. Die Wurzeln werden gekocht, gebraten oder gestampft verwendet. Außerdem wird in einigen Regionen auch Mais und Reis konsumiert. Dank des Kongo-Flusses und des Atlantiks stehen auch Fisch und Meeresfrüchte auf dem Speiseplan. Fleisch gibt es vorwiegend zu festlichen Anlässen.

Durch den Sklavenhandel kamen Erdnüsse, Chili und weitere Gewürze ins Land und wurden in der Küche eingesetzt.

Im Zusammenhang mit dem Essen ist noch interessant zu erwähnen, dass ausschließlich mit der rechten Hand gegessen wird. Die linke Hand wird eher für schmutzige Geschäfte benutzt und sollte beim Essen nie zum Einsatz kommen.

Hier noch einige typische Gerichte:

  • Moambe – Eintopf aus Hähnchen und Tomtensoße
  • Fufu – ein Brei aus Süßkartoffeln (oder Maniok/Yams) und Bananen
  • Saka Saka – zerstampfte Maniokwurzel mit Palmöl und Erdnusspaste
  • Mamboke – ein Süßwasserfisch
  • Mikate

Mikate findet man in vielen afrikanischen Ländern, allerdings unter anderem Namen. In Namibia beispielsweise heißen die kleinen runden, im Fett gebackenen Teilchen Puffpuff. In Ghana werden sie als Bofrot bezeichnet.

Kongolesische Mikate in einem Sieb und auf einem Blech

3 Rezept Mikate

Zutaten

TEIG
250 gDinkelmehl Typ 630
70 gZucker
140 mlWasser
80 mlMilch
1Prise Salz
4 gHefe
AUSSERDEM
550 mlRapsöl zum Frittieren

Utensilien

kleiner, hoher Topf

Mikate (Puffpuff, Beignets) mit Puderzucker auf einem Blech

Zubereitung

  1. Die Zutaten zu einem zähflüssigen Teig verrühren, der schwerreißend vom Löffel fällt.
  2. Abgedeckt ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Rechtzeitig das Rapsöl in einem hohen Topf erhitzen. Überprüfe die Temperatur des Öls indem du den Stiel eines Holzkochlöffels ins Öl hältst. Bilden sich kleine Blasen um den Stiel ist das Öl heiß genug.
  4. Nun befeuchtest du deine Hand etwas und löst ein ca. walnussgroßes Teigstück vom ganzen Teig. Dieses Stück formst du am Schüsselrand leicht rund und schiebst es dann vorsichtig ins heiße Fett.
  5. Die Mikate drehen sich normalerweise von alleine auf die andere Seite, ansonsten nimmst du einen Schaumlöffel.
  6. Sie sind durch, wenn sie eine goldbraune Farbe haben und sich leicht anfühlen. Ich habe gleichzeitig 3-4 Bällchen frittiert.
  7. Mit dem Schaumlöffel aus dem heißen Fett holen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und am besten lauwarm genießen.

4 Anmerkungen zum Rezept

Das Formen ist Übungssache. Die Mikate schmecken mit Puderzucker sehr lecker, ich habe sie zum Teil auch mit Marmelade gefüllt.

5 Meine kulinarische Weltreise

Das war jetzt auch schon meine 21. Station der Kulinarischen Weltreise. Auf jeden Fall macht es immer wieder aufs Neue Spaß. In diesem Jahr warten einige außergewöhnliche Reiseziele auf uns. Du kannst also gespannt sein, wohin die Reise noch geht.

Bisher war ich dabei in:

Polen mit einem polnischen Schokokuchen
Irland mit Scones mit Lebkuchengewürz
Serbien mit einem leckeren Mohnkranz
beim internationalen Soulfood mit Germknödeln 
Russland mit Oreschki
Der Schweiz mit Butterweggli
Australien mit Lamingtons
Griechenland mit griechischen Sesamringen
Ecuador mit Pan de yuca
Dänemark mit Schokobrötchen aus Hefeteig
Japan mit Okonomiyaki – Japanischen Pfannkuchen
Niederlande – Poffertjes
Marokko – Fladenbrot
Deutschland – Hirtenstäbchen
Haiti – Kokoskuchen mit Ananas
Äthiopien – Wirsingeintopf
Rumänien – Nussstrudel
Singapur – Singapur Nudeln
Brot & Brötchen aus aller Welt – Ukrainische Pampuschki
Mexiko – mexikanische Conchas

Und auch im nächsten Monat geht es weiter mit unserer Reise. Sie führt uns nach Grönland. Was es bei mir gibt? Es wird schon etwas weihnachtlich.

6 Die kulinarische Weltreise – Kongo

Ich bin gespannt, wer sich unserer Reisegruppe dieses Mal alles anschließt.

Weitere Rezepte aus dem Kongo findest du bei meinen Mitblogger*innen (am Ende des Monats findest du hier die komplette Rezeptübersicht mit allen Links):

Britta von Brittas Kochbuch mit Spinat mit Erdnusscreme und frittierter Maniok
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Mikila Ya Ngombe – Kongolesischer Ochsenschwanztopf mit Palmkohl
Regina von bistroglobal mit Kongolesisches Huhn mit Basilikum – Soso Ya Lumba-Lumba mit einem Tangawisi (Ingwerdrink)
Friederike von Fliederbaum mit Huhn mit Moambe
Susanne von magentratzerl mit Liboké de Poisson – im Bananenblatt gegarter Fisch
Petra aka Cascabel von Chili und Ciabatta mit Hähnchen Moambé – Poulet à la Moambé
Volker von Volkermampft mit Moambe Fish – leckeres Fischgericht aus dem Kongo mit Spinat
Kongolesische Mikate in einem Sieb

Jetzt wünsche ich dir erst einmal viel Spaß beim Ausprobieren der Mikate oder einer meiner anderen Leckereien und nicht vergessen: Selbstgemacht ist mehr als lecker!

Bis bald,
deine Kathrina

Wenn du meine Rezepte nachmachst, freue ich mich, wenn du mich in den Social Media markierst und den #kuechentraumundpurzelbaum nutzt.

Mikate

Eine Süßspeise aus dem Kongo. In anderen afrikanischen Ländern auch bekannt als Puffpuff oder Beignets.

mittel
  • Vorbereitungszeit:
    10 Minuten
  • Ruhezeit:
    1 Stunden
  • Kochzeit:
    1 Stunden
  • Gesamtzeit:
    2 Stunden 10 Minuten

Zutaten

40 Stücke
Teig
250 gDinkelmehl Typ 630
70 gZucker
140 mlWasser
80 mlMilch
1Prise Salz
4 gHefe
Außerdem
550 mlRapsöl zum Frittieren

Utensilien

  • kleiner, hoher Topf

Zubereitung

  1. Die Zutaten zu einem zähflüssigen Teig verrühren, der schwerreißend vom Löffel fällt.
  2. Abgedeckt ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.
  3. Rechtzeitig das Rapsöl in einem hohen Topf erhitzen. Überprüfe die Temperatur des Öls indem du den Stiel eines Holzkochlöffels ins Öl hältst. Bilden sich kleine Blasen um den Stiel ist das Öl heiß genug.
  4. Nun befeuchtest du deine Hand etwas und löst ein ca. walnussgroßes Teigstück vom ganzen Teig. Dieses Stück formst du am Schüsselrand leicht rund und schiebst es dann vorsichtig ins heiße Fett.
  5. Die Mikate drehen sich normalerweise von alleine auf die andere Seite, ansonsten nimmst du einen Schaumlöffel.
  6. Sie sind durch, wenn sie eine goldbraune Farbe haben und sich leicht anfühlen. Ich habe gleichzeitig 3-4 Bällchen frittiert.
  7. Mit dem Schaumlöffel aus dem heißen Fett holen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und am besten lauwarm genießen.

Notizen

Das Formen ist Übungssache. Die Mikate schmecken mit Puderzucker sehr lecker, ich habe sie zum Teil auch mit Marmelade gefüllt.

Wie findest du das Rezept?

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Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Sehr schön, die mache ich irgendwann bestimmt auch mal!

    Im Zuge meiner Recherchen zu kongolesischer Küche habe ich auch ein Video angeschaut, das eine Straßenverkäuferin von Mikate während eines Tages bei der Herstellung und Zubereitung begleitet https://www.youtube.com/watch?v=lQZ8PL9I7QM Sehr interessant! Ich hatte kurz überlegt, noch „Les Pâte à Choux Congolais“ zu machen, das sind frittierte Teig-Knoten, also ein ganz ähnliches Gebäck. Mir war es dann aber doch zu warm dafür 😉

    1. Ich habe meine Mikate auch auf der Terrasse frittiert. War zwar auch ziemlich warm, aber ich hatte dann zumindest nicht den Geruch in der Küche.

  2. Regina

    Liebe Kathrina, wow, deine Beignets sehen super aus. Auch deine detaillierte Einführung in das Land Kongo mag ich sehr. Viele Grüße, Regina

  3. Friederike

    Sehr hübsche Beignets und sie sehen zum Anbeißen aus!!
    Mir gefällt, dass du fast immer Dinkelmehl verwendest, so wie ich auch. Ich frittiere auch nicht oft, aber bei manchen Gerichten geht es eben nicht anders…

    1. Dankeschön. Ich hatte wirklich lange überlegt, ob es nicht doch irgendwie im Airfryer geht oder mit Cakepop-Formen im Ofen.

  4. Susanne

    Die sind aber sehr gut geworden. Ich frittiere auch nicht so wahnsinnig gerne, aber nun muss ich mich doch mal an diese Bällchen machen. Aber erst muss es etwas kühler werden.

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